Design, Oils

Dieser Artikel ist Teil meiner dreiteiligen Serie „Burnout als Designerin“. Im ersten Teil gehe ich auf meine persönliche Story ein. Im zweiten Teil teile ich Tipps mit dir, die du in deinem Unternehmen etablieren kannst, um dein Stress- und Belastungslevel etwas zu reduzieren. Und im dritten Teil berichte ich über ätherische Öle und andere alltägliche Hilfspraktiken, die dich bei Burnout unterstützen können bzw. dagegen vorbeugen.

Wenn es dir so geht wie mir, dann fragst du dich vielleicht an einem bestimmten Punkt in deinem Leben, ob du nicht gerade mitten in einem Burnout steckst oder darauf zurast. Burnout als Designerin? Das ist ernst zu nehmen! Viele Designer*innen, zumindest viele, die ich kenne, sind ein Paradebeispiel eines Workaholics, Perfektionisten und versuchen es allen recht zu machen. Das geht oft damit einher, dass wir viel zu lange vor dem Screen sitzen, uns zu wenig bewegen, und Stress auf den verschiedensten Ebenen erfahren – z. B. in Form von Deadlines, Kommunikation, visueller Überflutung, Leistungsdruck, dem Anspruch an uns selbst oder wenig Zeit für sich. Wenn du dir dann noch vieles zu Herzen nimmst, kann es irgendwann einfach zu viel sein. 

Der erste Teil der Serie wird sehr persönlich, aber ich finde, bei dem Thema darf es mehr Offenheit geben. Über eine Rückmeldung, deine eigenen Erfahrungen sowie Austausch freue ich mich schon jetzt!

Meine Story — Wann dachte ich, dass ich ein Burnout als Designerin habe?

Kurz vorweg: ich wurde nie mit Burnout diagnostiziert. Ich kann jedoch mich und meinen Körper ganz gut einschätzen. Das heißt leider nicht, dass ich nicht trotzdem in die große Falle tappen kann. Ich habe viele Warnsignale gesehen, mitunter ignoriert und dann auch einige Auswirkungen ordentlich zu spüren bekommen.

Mit einer Selbstständigkeit kommen mehr Freiheiten, aber auch mehr Verantwortung und: Sorgen. Ich bin ein Mensch, der viel nachdenkt. Das kann gut sein, jedoch drehen sich dann manchmal die Gedanken im Kreis: Wie gewinne ich Kunden? Was passiert, wenn mal kein Auftrag da ist? Dieses Gedankenkarussell wechselt sich ab mit Phasen, in denen man super viel zu tun hat und gefühlt nie zur Ruhe kommt, weil noch etwas erledigt werden muss. Ich fühle mich oft so, als sei ich gleichzeitig CEO, Designerin, Strategin, Marketing-Chefin, Sekretärin, Projektmanagerin, Social Media Managerin, Steuerfachangestellte, Recruiterin, Werberin, Texterin, Programmiererin und Yogalehrerin in einer Person.

Anfang letzten Jahres bekam ich höllische Schmerzen im Zahn- und Kieferbereich. Nach wochenlangen Phasen mit Arztbesuchen und schlaflosen Nächten wurde mir eine Trigeminusneuralgie diagnostiziert. So etwas kann einen im schlimmsten Fall das ganze Leben begleiten. Ich bekam Tabletten verschrieben und die Lage pendelte sich wieder ein, bis ich sogar irgendwann nach langer Zeit die Medikamente wieder absetzen konnte.

Aber es ging weiter. Ein verwirrter Hormonhaushalt, Hautprobleme, Müdigkeit, Anspannung, Antriebslosigkeit. Mehr Stress, überall um mich herum die kuriosesten Erlebnisse. Alles fühlte sich an wie gegen mich verschworen. Dann Corona. Auftrags-Absagen. 

Vor ein paar Wochen hatte ich eine Phase, da wollte ich morgens einfach im Bett liegen bleiben. Ich hatte keine Lust mehr auf Nichts, keine Motivation, ich war so, so müde. Da dachte ich: ich glaube das ist Burnout.

Wie kann man auf ein Burnout als Designerin reagieren?

Du solltest auf jeden Fall in Betracht ziehen einen Arzt zu besuchen. Ich bin bspw. bei einem Heilpraktiker in Behandlung, der mir hilft, meine „Wehwehchen“ und die Ursachen zu lindern, zwischenzeitlich auch bei einer Neurologin. Auf keinen Fall solltest du die Anzeichen ignorieren.

Ich finde, der erste Schritt ist Akzeptanz. Sich selbst eingestehen, dass es einem gerade nicht gut geht. Ich habe viel geschlafen und langsam alles abgearbeitet, was an beruflichen und privaten Aufgaben offen war. 

Überall in meinem Umkreis (Zuhause oder Studio) ist es meist ziemlich laut. Zufällig haben mein Freund und ich letztens einen kleinen Park entdeckt. Schon eine kurze Auszeit dort fühlte sich richtig wohltuend an. Ich habe auch seit langer Zeit wieder angefangen zu joggen und Yoga nur für mich, mit anderen Lehrern, zu praktizieren. The hardest part sind für mich Glaubenssätze. Es ist alles eine große Übung im Vertrauen und viel Mindset-Arbeit: sich bspw. nicht verrückt zu machen, wenn das Geld nicht so fließt. 

In dieser Phase habe ich außerdem ein großes Business-Investment gemacht und mich einer Mastermind-Gruppe angeschlossen. Ein erster Impuls davon war das „Journaling“ – Gedanken einfach niederzuschreiben. Ich habe den Eindruck, das befreit den Kopf.

Ein ganz wichtiges Element sind für mich auch meine ätherischen Öle von doTERRA. Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne sie machen würde. Im dritten Teil des Blogposts „Burnout als Designerin“ werde ich einige Öle mit dir teilen, die mir gut tun.

Burnout als Designerin

Burnout als Designerin vermeiden

Ob ich nun wirklich Burnout habe / hatte oder nicht, sei dahin gestellt. Ich weiß aber, dass alles etwas viel war und dass ich zukünftig mehr auf mich aufpassen muss. Mehr Ruhe, mehr Selfcare, mehr Sport, mehr Meditation…

Wie man sein Unternehmen führt, wie man sich strukturiert und organisiert, sind ebenfalls wichtige Faktoren. Grenzen zu Kunden setzen, ein paar Regeln einführen. Die Arbeitstage besser planen. Ich bin darin immer noch nicht super gut, weil ich oft mit dem Flow gehen möchte. Aber ich arbeite daran.

Vielleicht auch Aufgaben abgeben und nicht alles selber machen. Das ist für mich eine der größten Hürden und ich bin gespannt, wann ich das in der Zukunft umsetzen werde.

Im zweiten Teil des Blogposts „Burnout als Designerin“ möchte ich dir ein paar Gedankenanstöße mitgeben, die du in deinem Unternehmen etablieren kannst, um dein Stress- und Belastungslevel etwas zu reduzieren.

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Alles Liebe
Sarah

Burnout als Designerin