Design

Burnout als Designerin – Teil 2

Heute teile ich einige Business-Tipps gegen Burnout. Dieser Artikel ist Teil meiner dreiteiligen Serie „Burnout als Designerin“. Im ersten Teil gehe ich auf meine persönliche Story ein. Im zweiten (diesem) Teil mit dem Titel „Business-Tipps gegen Burnout“ teile ich Tipps mit dir, die du in deinem Unternehmen etablieren kannst, um dein Stress- und Belastungslevel etwas zu reduzieren. Und im dritten Teil berichte ich über ätherische Öle und andere alltägliche Hilfspraktiken, die dich bei Burnout unterstützen können bzw. dagegen vorbeugen.

Burnout als Designerin vermeiden – wie?
Eine Bestandsaufnahme

Ich kann dir natürlich keine Anleitung dafür geben, wie sich Burnout vermeiden lässt, aber ich kann dir nur empfehlen, ab und zu innezuhalten und dich zu fragen, wie es dir eigentlich gerade geht.

Schließe doch einfach mal für einen Moment deine Augen und spüre in deinen Körper hinein. Lass die Gedanken kommen und gehen, wie sie wollen, und versuche dich mehr und mehr auf dein Inneres zu konzentrieren. Nimm deinen Atem wahr, den Herzschlag, das Heben und Senken deines Brustkorbs.

Was fühlst du jetzt in diesem Moment? Wo spürst du Enge oder Blockaden? Was fühlt sich gut an? Kannst du den Geist etwas zur Ruhe bringen oder nicht? Beobachte das einfach.

Welche Muster kannst du generell aktuell in deinem Leben wahrnehmen? Fühlst du dich vielleicht unruhig und gestresst? Kannst du schlecht einschlafen? Hast du wiederkehrende körperliche Probleme, wie z. B. Kopfschmerzen? Mache einfach mal eine Bestandsaufnahme.

Welche Bereiche deines Lebens fühlen sich aktuell leicht an? Was macht dir Spaß, was erledigt sich wie von selbst? Und was sind die anstrengendsten Bereiche? Beobachte.

Vielleicht bringt dir diese kurze Übung schon etwas Klarheit. Du kannst deine Gedanken auch einfach niederschreiben.

Ich möchte dich dazu einladen, in die Selbstverantwortung zu kommen. Indem du dich, deinen Körper und deinen Geist besser kennenlernst, kannst du auch besser darauf reagieren. Überlege, ob es Sinn macht, Hilfe einzuholen. Und überlege, welche Schritte du vielleicht selbst tun kannst, damit es dir besser geht.

Acht Business-Tipps gegen Burnout

1 – Finde etwas, das dir Spaß macht, und kultiviere es.

Sport, Zeichnen, Yoga, Meditation, Lesen, Kochen, … plane dir bewusste Zeiten dafür ein, am besten in deinem Kalender. Ich weiß, wie schwer das sein kann. Aber lass dann einfach mal alles andere gut sein. Und wenn es nur 10 Minuten sind.

2 – Erstelle einen Wochenplan.

Zu welchen Zeiten bist du am kreativsten? Wann kannst du besser organisatorische Dinge erledigen? Versuche Patterns zu erkennen und sie dir zunutze zu machen. Magst du dir einen (halben) Tag in der Woche nehmen, um dich um dein Unternehmen zu kümmern, anstatt an Kundenprojekten zu arbeiten, oder um einfach mal ein Buch zu lesen? Musst du jederzeit erreichbar sein? Oder könntest du nur zu bestimmten Zeiten auf E-Mails reagieren und feste Telefontermine vergeben? Möchtest du abends arbeiten und morgens ausschlafen? Du kannst es selbst entscheiden!

Du musst dich nicht akribisch an deinen Plan halten, aber er gibt dir Struktur und eine Leitlinie. 

3 – Kreiere Templates.

Ich wette, es gibt immer wiederkehrende Aufgaben oder Abläufe in deinem Unternehmen. Mache dir das zunutze und bereite dich darauf vor, z. B.:

Lege dir E-Mails an, die du bei Kontaktanfragen versenden kannst, ohne jedes Mal eine neue Mail aufsetzen zu müssen. / Erstelle einen Fragebogen, der deine wiederkehrenden Fragen bei Kontaktanfragen aufgreift. / Erstelle eine FAQ Seite, auf die du Leute weiterleiten kannst. / Setze ein Template für Angebote auf. / Wie präsentierst du deinen Kunden Ergebnisse? Vielleicht macht auch hier eine Vorlage Sinn. Gleiches gilt auch für so viele andere Bereiche. 

4 – Nutze Tools, die dir Arbeit abnehmen.

Ich arbeite mit einem Projektmanagement Tool. Es ist super für einen nachvollziehbaren Kommunikations­verlauf während eines Projektes. Das Programm ermöglicht es, alle Informationen, Fragen und Inhalte überschaubar an einem Ort zu sammeln. Das erspart dir etliche E-Mails. Und du kannst auch deine privaten oder interne Listen anlegen.

Neu eingerichtet habe ich außerdem ein Scheduling Tool, um Zoom- oder Telefontermine abzustimmen. Dadurch eliminierst du zeitintensive Terminfindungs-E-Mails. 

Natürlich bedarf es einer Einrichtung dieser Tools und somit etwas Zeiteinsatz. Auf lange Sicht lohnt es sich jedoch, hier smart vorzugehen und Tools wie auch Prozesse zu optimieren.

Business-Tipps gegen Burnout als Designerin

5 – Setze Grenzen – für KundInnen, aber auch für dich selbst.

Gibst du deine Telefonnummer heraus oder kommunizierst du lieber an festen Terminen per Videochat? Bist du nach 18 Uhr über Instagram erreichbar? Bleibt der Rechner am Sonntag aus? Du kannst alles festlegen, so wie es für dich passt und angenehm ist.

6 – Gib Aufgaben ab.

Ich habe es im ersten Teil schon angekündigt: das ist nicht meine große Stärke. Bis dato mache ich alles selbst. Ob es die Steuererklärung ist oder die Reinzeichnung. Aber das muss nicht sein! Gibt es Aufgaben in deinem Unternehmen, die dir absolut keine Freude bringen oder dich stark belasten? Dann denke an, diese auszulagern. Bei mir ist es (nach aktuellem Stand) die Web-Entwicklung. Ich mache das zwar gerne, aber sobald der Druck dabei ist, es für KundInnen zu machen, wünschte ich mir, ich könnte es einfach an einen Entwickler abgeben und mich nur noch aufs Design fokussieren. Steuerangelegenheiten würde ich zukünftig auch gerne abgeben. 

Was könntest du noch auslagern? Social Media, Reinzeichnung, Akquise oder sogar Konzept- und Designentwicklung, wenn du bspw. mit einem Junior Designer zusammenarbeitest. Wo siehst du dich in 5 Jahren und welche Aufgaben möchtest du dann gerne noch selbst erledigen? Warum also so lange warten?

7 – Tausche dich aus.

Suche den Kontakt zu anderen Selbstständigen und sprich offen und ehrlich mit ihnen. Du bist nicht alleine, egal wie doof die Situation auch sein mag. Lasse dich inspirieren oder einfach mal Dampf ab. Diese Personen müssen nicht in deinem direkten Umfeld sein. Sicher hast du auch online einige Kontakte, und wenn nicht, schreibe doch einfach mal jemanden an. Wir Kreativen sind meistens hilfsbereit und an Austausch interessiert. Oder schau dich nach lokalen Ladies, Wine & Design Gruppen o. ä. um.

8 – Überdenke deine Preisgestaltung.

Wenn deine Preise zu knapp kalkuliert sind, bist du ihm Arbeitsrad gefangen. Du musst mehr und mehr arbeiten, um deinen gewünschten Umsatz zu erzielen. Denke darüber nach, ob du Aufwand oder Deliverables kürzen oder deine Preise anheben kannst, um somit den Druck etwas von deinen Schultern zu nehmen.

Das waren meine Gedanken und Anregungen! Vielleicht helfen dir diese Business-Tipps gegen Burnout, etwas entspannter zu bleiben und dich besser vorbereitet zu fühlen für alle Aufgaben, die dich täglich erwarten. Ein eigenes Business wird immer Arbeit bedeuten und ist ständig im Prozess, aber im besten Fall stresst es dich nicht so sehr, dass es im Burnout endet.

Business-Tipps gegen Burnout – Weitere Möglichkeiten einem Burnout als Designerin vorzubeugen

Im dritten Teil der Blogpost-Reihe „Burnout als Designerin“ möchte ich dir ätherische Öle vorstellen, die dich bei Burnout unterstützen können bzw. dagegen vorbeugen.

Gerne abonniere meinen Newsletter, damit du die kommenden Artikel nicht verpasst.

Alles Liebe
Sarah

Business-Tipps gegen Burnout