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Was ist eine Logo Suite?

Design

Jeder weiß, was ein Logo ist, aber was ist eine Logo Suite und warum ist Branding eigentlich so viel mehr als ein Logo?

Ich habe seit einiger Zeit bereits ein Glossar vorgesehen, um mit diesen ganzen Branding Begriffen aufzuräumen und das Thema für dich verständlicher zu machen. Also starten wir doch einfach in kleinen Schritten und beginnen heute mit dem, was oft als Kernstück einer Brand Identity angesehen wird – dem Logo bzw. einer Logo Suite!

Branding ist mehr als nur ein Logo – Warum?

Wenn du an große Marken wie bspw. Nike denkst, fällt dir sicherlich direkt ihre visuelle Markenerscheinung ein – der weltberühmte Swoosh. Aber das ist nicht alles, oder? Wie sieht es mit dem Slogan „Just Do It.“ aus? Und gibt es zu dem Swoosh nicht auch noch einen Schriftzug? Bilder oder Videos von aktiven Menschen in einem ganz bestimmten Stil? Genau! All das baut die Markenpersönlichkeit auf, und natürlich noch viel mehr. Das ist einer der Gründe, warum mir persönlich Brand Strategy vor dem Gestaltungsprozess so wichtig ist. Aber dazu ein anderes Mal oder in diesem Blogpost mehr...

Die verschiedenen Logo Varianten

Heute soll es darum gehen, welche verschiedenen Logo Varianten es eigentlich gibt und wie wir diese nutzen können, um eine ganzheitliche und durchdachte Marke zu erschaffen.

Das Primary Logo

Das Primary Logo ist das prägnanteste Markenzeichen. Es nimmt oft am meisten Platz ein und kann möglicherweise Wort- und Bildmarke kombinieren.

Was ist eine Logo Suite? Primary Logo Beispiele

Das Secondary Logo

Das Secondary Logo ist oft eine Abwandlung vom Primary Logo. Wenn das Primary Logo bspw. eher horizontal ausgerichtet ist, füllt das Secondary Logo womöglich einen quadratischen oder vertikalen Flächenbereich, oder umgekehrt.

Ich persönlich gehe mit den Begrifflichkeiten generell eher locker um, da jede Marke anders ist und in der visuellen Umsetzung anders funktioniert. Daher schaue ich von Projekt zu Projekt, was sich als Secondary Logo anbietet. Manchmal ist das auch einfach nur ein Teil des Primary Logos, d. h. vielleicht die losgelöste Wortmarke. Manchmal ist es aber auch eine komplette Gestaltungsvariante.

Allgemein kann man sagen, das Secondary Logo nimmt, wie der Name es schon impliziert, die zweite Stellung in der Rangfolge ein und bietet uns eine Alternative, wenn das Primary Logo bspw. zu groß oder zu detailreich ist. Manchmal möchte man auch einfach etwas Varianz in die Gestaltung bringen und dann kommt uns das Secondary Logo ebenfalls gelegen. Und dann gibt es noch den Fall, dass sich für ein bestimmtes Format (z. B. das kleine Format einer Visitenkarte) ganz einfach dieses Logo besser anbietet.

Was ist eine Logo Suite? Secondary Logo Beispiele

Submarks: Signets, Monogramme, Taglines etc.

Aber unsere Logo Suite hört nicht bei diesen beiden Logo Varianten (Primary und Secondary Logo) auf. Die Bezeichnungen der folgenden „Logos“ und anderen Gestaltungselemente mag von Designer zu Designer oder sogar von Projekt zu Projekt variieren, aber wichtiger ist es zu wissen, dass sie existieren und eine entscheidende Rolle in deinem Branding spielen.

Ich habe bereits das Thema Varianz angesprochen und hier wird es interessant. Kannst du dir bspw. ein Fashion-Lookbook vorstellen, bei dem auf jeder Seite dasselbe Logo abgebildet wird? Das wäre wirklich langweilig und sicherlich auch etwas überwältigend für den Betrachter. Deshalb kommen Brand Elemente wie Submarks, Signets, Monogramme, Taglines etc. ins Spiel.

Signet

Auch hier sei gesagt, es gibt definitiv auch andere Auffassungen von dem, was ein Signet ist. Für mich ist es im Branding-Kontext ein prägnantes Zeichen, evtl. eine Illustration oder eine Abstrahierung in eher kompakter gestalterischer Form. Ein Signet lässt sich oft besonders gut auf ein rundes oder quadratisches Format platzieren und kann sich daher bspw. gut als Stempel eignen.

Was ist eine Logo Suite? Signet Beispiele

Monogramm

Ein Monogramm setzt sich aus den Anfangsbuchstaben eines Namens zusammen und kann mehr oder weniger visuell ausgeprägt sein. Es gibt wahnsinnig aufwändige Monogramme, die du vielleicht aus dem Buchdruck-Kontext kennst. Genauso können wir aber auch sehr reduzierte Monogramme für deine Logo Suite gestalten.

Was ist eine Logo Suite? Monogramm Beispiele

Tagline

Made in California
For the Soulful Entrepreneur
Est. in 1975
Move. Nourish. Heal.

All das sind Taglines, man könnte auch sagen Claims oder im eher werblichen Kontext Slogans. Sie beschreiben deine Marke etwas genauer und bieten uns eine weitere Möglichkeit, unsere Markenerscheinung auszugestalten.

Was ist eine Logo Suite? Tagline Beispiele

Eine Logo Suite in Anwendung

Beim Lookbook-Beispiel könnten wir nun das Primary Logo auf der Titelseite abbilden, das Vorsatzpapier oder die erste Inhaltsseite mit einem Monogramm bestücken und zwischendurch mit einer Tagline arbeiten. Das Secondary Logo befindet sich evtl. auf der Rückseite. So kann das Druckprodukt mittels Bild, Text, Layout und Brand Elemente wunderbar gebrandet werden und gleichzeitig sehr ausgewogen und hochwertig wirken. Man sieht, es wurden sich offensichtlich Gedanken gemacht, wie man die Seiten intelligent mit den Brand Elementen füllen kann. Ich liebe diesen Ansatz!

Warum das alles? Und schließlich: Was ist eine Logo Suite?

Die Logo Suite ist das Komplettpaket dieser Logo Varianten, man könnte auch sagen, das Set oder die Sammlung.

Im Idealfall erhältst du von deiner Designerin nicht nur die einzelnen Bestandteile in Form der Logos, sondern auch einen Leitfaden, wie und wann du diese korrekt einsetzt. Wenn ich das Erscheinungsbild für deine Marke gestalte, erhältst du deshalb auch einen Brand Styleguide mit dazu, der dir genau erklärt, für welchen Einsatzzweck das jeweilige Logo sich besonders gut eignet, welche Mindestabbildungsgröße das Logo für Print und Web haben sollte, und mehr.

Ich empfinde die Logo Suite insbesondere als deine Designerin als sehr wertvoll und kann mir in der Regel nicht vorstellen, Anwendungen wie eine Website oder Printprodukte mit nur einer Logo-Variante zu gestalten. Es würde schlicht an Möglichkeiten mangeln, ein ausgewogenes und ästhetisches Gesamtbild zu erzeugen. Daher ist die Logo Suite neben der Schriftauswahl und der Farbpalette wirklich das Herzstück eines Branding Projektes.

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5 Gründe, warum Brand Strategy wichtig für deine Marke ist

Entrepreneur

Heute geht es darum, warum Brand Strategy wichtig für deine Marke ist. Wenn ich mit potentiellen Kunden darüber spreche, wie ich ihnen helfen kann, und ihnen eine Brand Clarity Session anbiete, kommt oft die Frage auf, was das überhaupt beinhaltet und was es bewirken kann. Und warum ist dieser Step VOR dem Design eigentlich so wichtig?

5 Gründe, warum Brand Strategy wichtig für deine Marke ist

Was ist eine Brand Clarity Session?

Grob gesagt: ein mehrstündiger Workshop, in dem wir uns gemeinsam das Fundament deiner Marke anschauen. Ziel ist es eine Strategie oder eine Road Map auszuarbeiten, die dich dabei unterstützt deine Marke strategisch aufzubauen, weiterzuentwickeln oder zu re-branden. Sie zeigt dir auf, was dich besonders macht und wie du es mit der Welt kommunizieren kannst.

Wir erarbeiten im Workshop u. a. was deine Ziele sind, welche Vision du hast, wie du dich positionieren kannst, wer deine Zielgruppe ist u. v. m. Ich erstelle im Anschluss deine Road Map, ein umfangreiches Dokument (30+ Seiten), in der es am Ende auch um die visuelle Richtung geht, die wir gemeinsam einschlagen werden.

Für mich ist dieser Step super wichtig, denn erst, wenn ich all das über dich und deine Marke weiß, kann ich darauf aufbauend eine überzeugende Brand Identity entwickeln!

Warum Brand Strategy wichtig für deine Marke ist

1 – Sie ist dein Fundament

Sie ist das Fundament, das dir hilft, in deinem Unternehmen Entscheidungen zu treffen. Auch, was die Gestaltung angeht. Brand Strategy bildet die Essenz deiner Marke ab – das Warum, Was und Wie deines Unternehmens. Mit dieser starken Basis können wir ein einzigartiges Branding entwickeln, das absolut zu deiner Marke passt.

2 – Sie hilft dir, die richtigen Menschen anzusprechen

Was bringt es dir, wenn du nicht die Menschen erreichst, die am meisten von deinem Produkt oder deinem Service profitieren könnten? Was, wenn du ständig Anfragen erhältst, die nicht zu dir passen? Wir wollen die richtigen Menschen erreichen – und Brand Strategy hilft uns dabei. Es geht z. B. darum wer diese Menschen sind, wie sie fühlen, was ihnen wichtig ist und welche Probleme du für sie lösen solltest.

3 – Sie hilft dir, dich zu positionieren

Wie bereits erwähnt hilft Brand Strategy dabei, die Essenz deiner
Markenpersönlichkeit herauszufiltern. Das ist wichtig, um dich von anderen Marken zu differenzieren und dies ­bewusst zu kommunizieren. Wir möchten eine möglichst einzigartige Marke erschaffen, die auffällt und im Gedächtnis bleibt. Kunden sollen sich für dich oder dein Produkt entscheiden und nicht für die Konkurrenz. Wenn wir Klarheit über deine Positionierung gewinnen können, kann auch das Erscheinungsbild entsprechend gestaltet werden.

4 – Sie bildet die Basis für passende Marketingmaßnahmen

Du schreibst Blogposts, aber deine Kunden sind nur auf YouTube anzutreffen? Dann sind deine Bemühungen möglicherweise umsonst. Indem wir lernen, wie die ideale Kaufreise deiner Kunden aussieht, können wir auch die passenden Marketing-Tools für dein Unternehmen definieren. Das hilft dir dabei deine Ressourcen zu schonen und dort Arbeit reinzustecken, wo es Sinn macht.

5 – Sie bringt Persönlichkeit in deine Marke

Gepaart mit Ehrlichkeit, Passion, u. v. m. Menschen kaufen nicht, was du tust, sie kaufen, warum du es tust. Sie möchten wissen wer dahinter steckt und welche Werte das Unternehmen hat. Schau dir dazu gerne Simon Sinek’s TED Talk an. Du kannst diese Persönlichkeit in dein Messaging und in deine visuelle Erscheinung einfließen lassen. Daher ist es für mich total wichtig dich kennenzulernen und deine Markenwerte zu definieren.

Menschen kaufen nicht, was du tust, sie kaufen, warum du es tust.

Darum ist Brand Strategy wichtig für deine Marke

Ich hoffe diese fünf Punkte haben dir zeigen können, warum Brand Strategy wichtig für deine Marke ist.

Ich selbst bin ganz angefixt von diesem Thema. Denn es ist so wichtig, in Discovery Calls & Co. nicht nur über die Deliverables (bspw. Logos, Visitenkarten, Website) zu sprechen. Diese Elemente sind nicht die Lösung für dein Problem.

Es geht eher darum, dass deine Marke bspw. mehr Sichtbarkeit braucht, dass sie professioneller oder hochwertiger rüberkommen soll, oder dass du aktuell nicht die richtigen Leute ansprichst und sich das ändern sollte. Und es gibt noch so viel mehr.

Hast du Fragen zum Thema Brand Strategy? Dann lass es mich wissen, denn ich möchte dir in nächster Zeit gerne mehr darüber erzählen. Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen, wenn du an einer Brand Clarity Session mit mir interessiert bist.

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Ein professionelles Fotoshooting für dein Business planen

Entrepreneur

Eine Step by Step Checkliste mit wichtigen Punkten für dein Brand Shooting

Hast du dich schonmal gefragt, ob du ein professionelles Fotoshooting für dein Business organisieren solltest? Ich bin großer Fan davon und habe bereits ein paar dieser Shootings hinter mir. Sie haben mir immer – ob fürs Yoga oder fürs Design Business – einen enormen Mehrwert liefern können. Fotos bringen Authentizität und Persönlichkeit in deinen Auftritt und dadurch kann deine Zielgruppe besser mit dir connecten. Die Fotos können außerdem deine Markenwerte und dein Erscheinungsbild unterstreichen. Ein Brand Shooting ist daher eine große Empfehlung von mir. Und auch, wenn sich viele Menschen dabei nicht so wohl fühlen und ihr Gesicht ungern zeigen: trau dich! Es ist es wert.

Ich habe gerade wieder ein Brand Shooting mit der Fotografin Corinna Dumat umgesetzt und möchte das zum Anlass nehmen, ein wenig über meine Planung dafür zu berichten. Ich persönlich finde, so ein Shooting sollte man alle paar Jahre wiederholen (vielleicht sogar einmal pro Jahr), denn irgendwann sind die Bilder ausgeschöpft und man braucht Nachschub, oder man selbst möchte vielleicht einfach wieder frisches Material haben.

Um dir den Prozess eines Brand Shootings etwas zu vereinfachen, habe ich nachfolgend eine Liste für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen kann, ein professionelles Fotoshooting für dein Business zu planen. Viel Spaß dabei!

Ein professionelles Fotoshooting für dein Business planen

13 Schritte hin zu deinem Brand Shooting

  1. Finde deine*n Fotograf*in: Ich werde meistens über Instagram und in meinem Bekanntenkreis fündig. Wessen Stil gefällt dir? Ist er/sie überhaupt verfügbar oder in der Nähe? Vielleicht folgst du der Person schon länger? Dann schreib ihr doch eine nette Nachricht und frage nach, ob er/sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann. Oder stelle eine Anfrage direkt über die Website, frage den Preis ab und buche deine*n Fotograf*in.

  2. Location: Wo möchtest du die Fotos shooten? Im Büro / Zuhause / in einem Fotostudio oder Café / draußen? Bietet dein*e Fotograf*in vielleicht etwas Passendes an? Denke daran ggfs. die Location zu buchen und dich parallel mit dem/der Fotograf*in abzustimmen.

  3. Freie kreative Bild-Recherche:
    Was hast du visuell im Kopf? Was gefällt dir oder spricht dich an?

    Halte die Augen offen und durchsuche Instagram, Websites, Pinterest etc. nach Fotos, Posen und Styling. Ich würde mich dabei weniger auf das Schlagwort „Business-Shooting“ fokussieren (um die klassischen Anzugsfotos zu umgehen) und mich stattdessen eher in anderen Branchen umschauen wie z. B. Fashion oder Beauty, um frischere Impulse zu erhalten.

  4. Accessoires: Schreibe alle Ideen für Props auf, die dir in den Sinn kommen, und suche evtl. auch dafür ein paar Inspirations-Fotos. Wie kannst du diese Objekte mit einbeziehen? Passen sie zu deinem Farbkonzept? Warum diese Props? Sagen sie etwas über dein Business aus? Unterstützen sie dich in der Aussage, die du mit den Fotos beabsichtigst? (s. nächster Punkt)

  5. Was möchtest du mit den Fotos ausdrücken? Wofür steht deine Marke? Wie möchtest du wahrgenommen werden?

    Im besten Fall hast du dafür bereits einen Marken-Leitfaden (Brand Road Map oder Brand Strategy) an der Hand. Wenn nicht, setze dich einen Moment damit auseinander. Behalte das unbedingt im Kopf und teile deine Erkenntnisse auch mit dem/der Fotograf*in.

    Für mich sind bspw. Werte wie Professionalität, Minimalismus, Klarheit, Kreativität, High-End, Persönlichkeit, Design, Ästhetik, Nahbarkeit, Education/Community und Spiritualität wichtig. (Dir sagt das alles gar nichts? Schau dir meine Brand Clarity Session an.)

  6. Wofür möchtest du die Fotos nutzen? Welche Formate benötigst du?

    In den meisten Fällen sind das: Website, Blog, Instagram, Pinterest, Facebook, Profilbilder, Newsletter, Angebote, u. v. m. Schau doch mal nach, mit welchen Bildformaten du dabei arbeitest. Gibt es neben den klassischen Hoch- und Querformaten und Quadraten möglicherweise auch extremere Formate wie ein breites Querformat (z. B. ein Banner) oder ein besonders hohes Hochformat (z. B. ein Roll-Up)? Dann gib das an den/die Fotograf*in weiter. Wichtig ist auch, dass es bei einigen Fotos später genug Anschnitt und Platz gibt, um auch mal Text drauf zu platzieren, aber auch Close-Ups und klassische Portraits. Es sollten auch ein paar Mood-Bilder mit deinen Props dabei sein und nicht nur du als Person. Diese kannst du dann ergänzend in deiner Kommunikation einsetzen.

  7. Kannst du deine Bildauswahl aus der freien Recherchephase jetzt konkretisieren oder clustern (z. B. Posen im Stehen / Sitzen / Props / Styling)? Ich sortiere dafür meine Fotos vorab gerne in Ordner (entweder nach Recherche-Quelle oder bereits nach Kategorie sortiert) und erstelle dann ein Moodboard. Dafür nutze ich InDesign, lade alle Bilder ins Dokument und sortiere dann nochmal aus. Für jede Kategorie erstelle ich eine eigene Seite. Du kannst sicherlich auch so etwas Simples wie Word verwenden, um dein Moodboard zu erstellen oder einfach Pinterest benutzen.

  8. Schicke dem/der Fotograf*in vorab ein paar Moods oder das gesamte Moodboard, damit er/sie weiß, worauf er/sie sich einlassen kann und was du im Kopf hast. Vielleicht ist dein*e Fotograf*in auch auf Brand Shootings spezialisiert und leitet dich durch diesen gesamten Prozess hindurch, umso besser!

    Drucke dir die fertigen Moods aus und nimm sie mit zum Shooting. Bei Bedarf schreibe dir Kommentare dazu, um nichts zu vergessen. Vielleicht übst du auch ein wenig vor einem Ganzkörperspiegel, denn viele Menschen sind es nicht gewohnt vor der Kamera zu stehen und wissen nicht, wie sie dabei wirken. Mir zumindest fällt es jedes Mal erst einmal super schwer.

  9. Suche dir rechtzeitig die passende Kleidung + Schuhe / Accessoires aus. Irgendwas fehlt? Dann denke dran, danach noch auf die Suche zu gehen, bevor es zu spät ist. Auch hier gilt: welche Kleidung unterstreicht deine Markenwerte? Wie setzt dich deine Kleidung in Szene? Wie möchtest du wahrgenommen werden? Wirkt das evtl. aufgesetzt?

    Ich empfehle dir Kleidung zu wählen, in der du dich wohlfühlst. Sie darf, muss aber keinesfalls, ein klein wenig „mehr“ sein, als normal, wenn das die Brand Message unterstreicht und trotzdem zu dir passt (bspw. hohe Schuhe oder ein Outfit-Teil, das du nicht jeden Tag im Homeoffice trägst). Ich finde mind. ein Wechseloutfit super, wenn das machbar ist. Möchtest du Schmuck tragen oder eher nicht? Lege das alles bereits vorab fest.

  10. Verfahre ebenso mit deinen Props. Gehe nochmal über die Liste, die du erstellt hast. Kannst du mittlerweile evtl. ein paar Sachen ausschließen? Oder fällt dir noch eine Ergänzung ein? Versuche dich dann lieber auf wenige Kategorien festzulegen, damit es nicht zu viel wird. Z. B. technische Geräte (MacBook, iPhone) und Design-Stuff (Bücher, Magazine, Print-Referenzen, Stifte, Papiere etc.), evtl. etwas, was deine Persönlichkeit besonders macht (z. B. ätherische Öle, Kristalle) und Ergänzendes wie Pflanzen/Blumen oder eine schöne Tasse.

    Was sind Gegenstände, die zu dir und deiner Marke passen und die du zeigen möchtest? Bedenke bzgl. der Menge an Props, was du mit deinem/deiner Fotograf*in abgemacht hast: Wie lange dauert das Shooting? In einer Stunde kannst du natürlich weniger aufnehmen als in 4 Stunden.

  11. Ich würde zwei Tage vor dem Shooting alles raussuchen und gut verpacken, damit du es am Shooting-Tag griffbereit hast, die Kleidung vorbereiten / bügeln, sortieren, Schuhe putzen 😉 all die kleinen Dinge eben. Ich schiebe das leider gerne mal bis auf den letzten Tag auf und dann kann’s stressig werden.

  12. Willst du Make-Up tragen oder nicht? Nagellack? Entscheide auch das rechtzeitig, damit du am Tag des Shootings solche Entscheidungen nicht mehr treffen musst. Ein wenig Make-Up tut auf Fotos meistens gut.

  13. Und schließlich: bleib entspannt, leg gute Musik auf, diffuse dein Lieblingsöl, nimm dir einen Roll-On mit zum Shooting, falls du nervös bist, und freue dich auf deine neuen Brand Fotos! Sie werden dich so sehr dabei unterstützen, einen schönen (Online-)Auftritt zu erzeugen und können deine gesamte Markenkommunikation individuell ausschmücken. Das ist etwas Besonderes!
Brand Mood Board + Colors mit Fotos von (v.l.o.n.r.u.) Oleander + Palm, Ubalt Architectes, Unknown, Unknown, Susanna Wurz, Unknown, The Pilates Class, Unknown, Sigve Knutson, The Good Trade, Unknown + Kara Rosenlund
Auszug aus meinem Inspirations-Mood für Sitzposen am Boden mit Fotos von (v.l.o.n.r.u.) Curate Well Co.BeaufilleHouse of DagmarOlivia Frølich, Unknown + I Love Linen

Das waren meine Tipps für ein professionelles Fotoshooting für dein Business

Na, möchtest du jetzt auch ein professionelles Fotoshooting für dein Business planen? Ich sag’ dir, Shootingplanung macht riesigen Spaß! Es kann aber auch sein, dass dich das Thema total überwältigt und es dir schwerfällt vor lauter Inspiration Entscheidungen zu treffen.

Wenn wir zusammen an deinem Branding arbeiten, übernehme ich gerne diese Planung für dich mit und erarbeite ein Konzept, das deine Brand Identity unterstreicht. Besonders wichtig ist dieser Prozess natürlich auch bei produktbasierten Marken, für deren Produkte eine eigene Welt geschaffen werden muss. A favorite of mine! Aber das hebe ich mir für ein anderes Mal auf. Jetzt freue ich mich erst einmal drauf, bald meine neuen Fotos mit dir zu teilen. Halte die Augen auf Instagram und hier auf der Website offen 😉

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Warum ich zukünftig den One Concept Approach verfolgen werde

Design, EntrepreneurBranding Tipps

Der One Concept Approach

Ich habe den Begriff des “One Concept Approach” bislang nur auf englischsprachigen Seiten gefunden. Der „Ein-Konzept-Ansatz“ klingt zwar nicht so schön, aber drückt es doch auch ziemlich passend aus – was hat es damit auf sich und warum will ich diesen Ansatz für meinen Designprozess verwenden?

Es ist bei den meisten DesignerInnen gang und gäbe KundInnen mehrere Konzepte zu präsentieren, aus denen diese einen Ansatz auswählen können. Ich selbst habe bis vor kurzem noch genau so gearbeitet. Okay, ich stecke sogar noch mitten in Projekten drin, bei denen ich so arbeite. Obwohl ich mich schon länger nicht mehr damit wohl fühle. Denn einige Erfahrungen haben mir gezeigt, dass dadurch immer wieder Probleme auftreten können, die sich eigentlich vermeiden lassen.

Mein Weg zum “One Concept Approach”

Anfang des Jahres habe ich begonnen meinen Designprozess zu optimieren. Schon beim Angebotschreiben merkte ich, wie ich nicht mehr „2–3 Entwürfe“ inkludierte, sondern nur noch „1–2“, um mir somit bereits selbst die Möglichkeit zu geben, nur noch ein Konzept zu präsentieren. Irgendwie sind es dann aber doch immer noch zwei geworden. 

Es erfordert definitiv eine gewisse Überzeugung, den Weg des “One Concept Approach” zu gehen. Nun habe ich den Entschluss gefasst und werde es auch zukünftig genau so kommunizieren.

Lösungen statt Optionen

Als Art Direktorin und Grafikdesignerin möchte ich meinen KundInnen eine Lösung bieten und nicht mehrere Optionen schaffen. Ich werde von ihnen beauftragt, weil ich die Spezialistin bin, weil die Kunden mir vertrauen, weil ich weiß, was ich tue. Wenn ich jedoch zwei oder mehr Konzepte vorstelle, bietet das dann nicht Raum für Verwirrung? Zeugt das eventuell von einer gewissen Unentschlossenheit? Auf den ersten Blick zwar nicht, da man es genau so kennt. Wenn es aber mehrere Vorschläge gibt, dann ist auch nicht klar, welcher der passendste und effektivste ist.

Als Designerin bin ich durchaus in der Lage, diese eine Lösung für meine KundInnen zu finden. Die Erscheinungsbilder, die ich gestalte, sollen die KundInnen oder KäuferInnen meiner KundInnen ansprechen. Dahinter steckt jede Menge Recherche und Strategie. Warum sollte ich also am Ende meinem Auftraggeber die Wahl lassen, was nun das stärkste Konzept ist, und somit die immens wichtige Wahl einer subjektiven Entscheidung überlassen?

Denn das ist es schließlich: er oder sie wird immer – bewusst oder unbewusst – nach dem eigenen Geschmack auswählen, auch wenn man noch so sehr betont, dass wir für die entsprechende Ziegruppe gestalten.

Wenn dem Auftraggeber aber die eine, bestmögliche, strategisch überzeugende und anwendbare Lösung für das Branding vorliegt, dann steckt da ganz klar auch ein größerer Wert für sein Unternehmen dahinter.

“Technicians perform tasks.
Professionals provide a solution.”
Sean McCabe


Was andere DesignerInnen über den “One Concept Approach” sagen

Einige DesignerInnen und Studios gehen den Weg des “One Concept Approach” bereits, z. B. Melissa Yeager oder Rowan Made, und berichten nur Gutes darüber. Aber es gibt auch ein paar Dinge zu beachten: unter anderem müssen vorab die Rollen genau definiert sein. Der Kunde gibt die Ziele und Inhalte vor. Der Designer ist zuständig fürs Design und Design-Entscheidungen. Eigentlich ganz einfach. Jedoch sollten diese Zuständigkeiten vorab klargestellt sein.

Wir wollen vermeiden, dass KundInnen aus mehreren Konzepten ihre Rosinen herauspicken und alles zu einer „Frankenstein“-Lösung zusammenwerfen. Das ist tatsächlich oft die Realität. Ein bisschen was hiervon, aber auch ein wenig davon… das erhebt den Kunden / die Kundin zum Art Director und den Designer zum Pixel Pusher: die Dinge passen nicht mehr zusammen, aber die KundInnen denken, sie hätten eine großartige Idee gehabt.  Und ihn/sie wieder davon abzubringen, ist gar nicht so einfach.

“Because we present only one concept, we make sure that our initial presentation is killer.” – Rowan Made


Es treibt also mich als Designerin an, für dieses eine Konzept mein absolut Bestes zu geben, und die „Magie“ des Designs nicht auf mehrere Konzepte aufteilen zu müssen.


Die Vorteile des “One Concept Approach”

1. Als Designerin kann ich diesem einen Konzept meine volle Aufmerksamkeit schenken.

Natürlich ist es ein längerer Weg dorthin: mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gingen diesem einen Konzept einige viele andere voran. Durch Entscheidungen und Verfeinerungen kristallisiert sich dann aber dieses Konzept heraus, welches viel stärker ist, als es 2–3 andere je (gleichzeitig) sein könnten. Denn hier müsste ich meine Energie, Aufmerksamkeit und Detailliebe ja auf die drei aufteilen. 

2. Das Konzept wird genau auf die Zielgruppe zugeschnitten.

Das ist natürlich generell das Ziel von guten Designern. Aber wenn man ehrlich ist: vermutlich werden mehrere Konzepte nie gleich gut zur Zielgruppe sprechen. Dieses eine Konzept aber kann ich bis ins kleinste Detail ausarbeiten und schließlich so gut im Kontext zeigen (durch Anwendungsbeispiele und Mockups), dass auch für meine KundInnen sehr schnell klar wird, warum genau dieses Konzept so gut funktioniert. 

3. Den KundInnen wird eine große Last genommen.

Auch wenn sie es vielleicht so gewohnt sind und sich erst einmal wünschen, mehrere Entwürfe gezeigt zu bekommen, sollten die KundInnen diesen Vorteil erkennen: Sie sind keine ausgebildeten oder erprobten Gestalter. Demnach sollten sie diese sehr wichtige Entscheidung auch nicht treffen müssen. 

4. Es gibt mir als Designerin Glaubhaftigkeit und baut Vertrauen zu meinen KundInnen auf.

Denn der “One Concept Approach” setzt Erfahrung und Selbstbewusstsein voraus und impliziert Professionalität – Anfänger oder Halbprofessionelle werden diesen Weg nicht wählen.


Ich bin super gespannt, wie sich der “One Concept Approach” in der Praxis für mich und meine KundInnen erproben wird. Ich werde ihn ausprobieren und dich an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Hast du Fragen dazu oder gehst diesen Weg ebenfalls und möchtest deine Erfahrungen mit mir teilen? Dann hinterlasse mir einen Kommentar!

Du würdest gerne mit mir zusammen arbeiten und den “One Concept Approach” für dein Projekt in Anwendung sehen? Schau dir mein Design-Angebot an!

Edit: mittlerweile sind fast 1,5 Jahre vergangen und ich habe nicht einmal zurückgeschaut! Der One Concept Approach ist weiterhin meine favorisierte Art Design-Konzepte zu präsentieren und es funktioniert.

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